Dienstag, 20. September 2011

ich sehe die narben auf meinem arm und an meinem beinen, ein schauer läuft mir über den rücken. tränen fließen, worte fehlen. aus lauter verzweiflung greife ich zur klinge, die versteckt neben mir liegt. sie berührt meine haut. das alles ist nichts neues für mich, das gefühl für kurze zeit frei zu sein ist mir nah, allzu vertraut. ich fahre damit über meinen körper. es geht tiefer, doch immernoch kein schmerz. ich fühle den schmerz woanders, wie immer, wenn ich mich wertlos fühle. so, als würde gar nichts passieren. ich bemerke nichts. ich hacke in die kleinen kratzer rein, als gäbe es kein morgen; ich lasse es bluten und will schreien, doch ich kann es nicht. ich will mich endlich befreien, von dem elend, dem kleinen häufchen asche: meinem leben.

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